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Lions aktuell.

Schule für 450 Schüler in Äthiopien gebaut

Pressemitteilung vom: 06.01.2012

Der Lions Club Limburg hat in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Welt, eine Grund- und Hauptschule für 450 Schüler gebaut.

2005 wurde das ambitionierte Schulprojekt 2005 angestoßen. Zuvor hatten die Limburger Lions den dringenden Wunsch der Stadt Maychew nach einer Schule erhalten. Der Lions-Ball 2007 wurde kurzerhand unter dieses Motto gestellt und brachte stolze 50.000 Euro ein. Mit diesen Eigenmitteln und dank der Förderung durch das Bundesministerium  für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnte das Vorhaben durch die enge Begleitung von Friedhelm Dünnebacke über das HDL realisiert werden.

Lions Club Limburg engagiert sich seit 30 Jahren in dem Land
Die Schule ist ein Meilenstein im 30-jährigen Engagement der Limburger Lions in Äthiopien. Seit drei Jahrzehnten leistet der Lions Club in dem nordafrikanischen Land Hilfe zur Selbsthilfe. Über enge persönliche Kontakte unterstützt der Club das dortige Bistum in Adigrat. Dieses hilft der Bevölkerung in der rund 50.000 Quadratkilometer großen Region Tigray mit insgesamt 4,5 Millionen Einwohnern nicht nur im sozialen Bereich, sondern verbessert seit Jahren durch nachhaltige und systematische Aufbauarbeit auch die Bildungschancen der Kinder. Das ist auch dringend notwendig, schließlich kann die äthiopische Regierung in der Stadt Maychew nach eigenen Angaben noch nicht einmal für die Hälfte der Kinder Schulplätze zur Verfügung stellen.

Der Bau der Schule erfolgte völlig ohne Maschinen. Die Arbeiter zerkleinerten Felssteine mit Hammer und Meißel, schachteten die Fundamente mit Muskelkraft aus und mischten auch den Mörtel mit der Hand. Während der Bauzeit fanden so auf der Baustelle bis zu 70 Menschen eine Verdienstmöglichkeit. Der Unterricht in der neuen Schule beginnt im September 2011. Dann werden dort Mädchen und Jungen von den Ordensschwestern „Daughters of Charity“ nach den pädagogischen Methoden Maria Montessoris unterrichtet. Die Nachhaltigkeit und den laufenden Betrieb stellen das Bistum Adigrat und der Orden sicher. Bevorzugt nimmt die Schule arme und sozial benachteiligte Kinder auf, die sonst keinerlei Chance auf einen erfolgreichen Schulbesuch hätten. In den Anfangsjahren wird zusätzlich Förderunterricht angeboten, der die Kinder auf die Eingliederung in das reguläre Schulsystem vorbereitet.

Die Ursprünge der Hilfe der Limburger Lions gehen auf persönliche Verbindungen zurück: Gewährsmann des Lions-Engagements in Äthiopien ist Pater Dietmar Lenfers, Bruder des Limburger Lions-Freundes Dr. Günter Lenfers. Der Ordensmann ist als Afrika-Missionar der „Weißen Väter“ und als Professor im Priesterseminar des Bistums Adigrat tätig. Er weiß um die große Hilfsbedürftigkeit der Bevölkerung und sorgt dafür, dass die Hilfe an der richtigen Stelle ankommt. So wurden die Menschen in der Region Maychew immer wieder mit Medikamenten, Werkzeugen und anderen Hilfslieferungen unterstützt.

Kindergarten für bedürftige Kinder
Bereits in den Jahren 2004 bis 2005 initiierten die Limburger Lions für rund 170 Kinder in Maychew den Bau des Kindergartens „Bethlehem“, der 95.000 Euro kostete und vom Lions Club Limburg ohne öffentliche Mittel finanziert wurde. Kinder, die überwiegend aus unterprivilegierten Bevölkerungsschichten stammen und teilweise als Halb- und Vollwaisen aufwachsen (die HIV-Rate liegt bei 20 Prozent), werden so schon früh in eine soziale Gemeinschaft eingebunden. Mit der nun auf dem gleichen Grundstück entstandenen Schule erhalten diese Kinder die Chance auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz – und somit die Perspektive auf ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben.

Lesen Sie mehr zu den Aktivitäten des LC Limburg unter: www.lionsclub-limburg.de      

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